Bauer Johann Gerdes - Beerfelder Bio-Hof - Steinhöfel, Brandenburg

Johann - Beerfelder Bio-Hof - Steinhöfel, Brandenburg

Johann Gerdes kommt gerade aus seinem Büro und begrüßt uns mit festem Händedruck. Der gebürtige Niedersachse leitet seit 2015 den Beerfelder Hof, östlich von Berlin. Nach seiner Landwirtausbildung auf einem Ökobetrieb in Niedersachsen und Schleswig-Holstein studierte er in Göttingen Landwirtschaft und später Ökoagrarmanagement in Eberswalde. Danach kam er auf den Beerfelder Hof von Martin Suhr, wo er heute als Betriebsleiter arbeitet. 

Durch den Nieselregen führt uns Johann über das Gelände des ehemaligen Milchviehbetriebs. Die langen Stallgebäude und die Betonplatten sorgen für grauen LPG-Charme.

Weniger Bullerbü dafür mehr Gestaltungsmöglichkeiten

Der erste Eindruck lässt wenig Raum für Bullerbü-Romantik nachdem sich Großstädterherzen sehnen. Hier sieht es eher "praktisch" aus. Die alten LPG-Ställe sind jetzt Scheunen für Futter oder Garagen für Maschinen. Es ist viel Platz für Fantasie und Erfindungsreichtum! Johann managet den Naturland-Hof mit 750 Hektar Land und 50 bis 70 Rinder. Ende des Jahres soll Johann den Hof übernehmen, dann will er den gesamten Betrieb auf Demeter umstellen.

Seit Ende der 90er Jahre ist der Beerfelder Hof bereits biozertifiziert. Anstatt des früheren Milchviehs leben heute rund 30 Färsen (weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben und zur Mast gehalten werden) auf den Weiden. „Eine reine Färsenmast ist irgendwie langweilig.“ findet Johann. „Deswegen baue ich eine Mutterkuhherde auf.“ Sieben Mutterkühe sind bereits auf dem Hof und sorgen mit ihrem Nachwuchs für Abwechslung. So musste Johann zum Beispiel bei Rind 79 schon mal spontan Geburtshilfe leisten. Das so ein Einsatz sicher spannend ist, glauben wir sofort. :)

Auf 750 Hektar Land ist genug Platz und Futter für die Tiere da. Neben den Weidegräsern bekommen die Tiere hofeigene Kleegras- oder Futtersilage aus Roggen und Zwischenfruchtaufwüchsen (Pflanzen die zwischen zwei Hauptkulturen angebaut werden. Das ist für den Boden gut und liefert den Tieren Futter.) So hat Johann auch in trockenen Sommern wie 2018/19 keine Futtersorgen. Kleinere Höfe wie zum Beispiel der nur wenige Kilometer entfernte Hof Apfeltraum von Kirsten Hänsel kommen bei solch einer Trockenheit an ihre Grenzen.

 

Kerstin und Johan - Beerfelder Bio-Hof - Steinhöfel, Brandenburg

Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Bauern

Kirsten Hänsel und Johann Gerdes kennen sich schon länger. Für seine Mutterkuh Christina brauchte er einen Bullen. Also nahm Kirsten die Kuh mit zu Hofapfeltraum auf die Weide, damit ihr Bulle für Nachwuchs sorgen konnte.

Doch im Sommer 2019 brauchte Kirsten dann dringend die Hilfe von Johann: Nach dem zweiten trockenen Sommer in Folge, kriegt sie ihre Mutterkuhherde mit den kargen Weideflächen nicht mehr satt. Kurzerhand springt Johann ein: er wird die Tiere von Kirsten übernehmen. Platz und Futter gibt es genug auf dem Beerfelder Hof. „Da passt es doch prima, wenn die Herde von Kirsten nun auf Hof Beerfelde zu hause ist!“ sagt Johann. So kann er seine Mutterkuhherde aufstocken. Und Kirsten ist dann ohne Kühe? Nein! Sie hängt an ihren Tieren und wird sich gemeinsam mit Johann um die Herde kümmern, hat aber gleichzeitig viel weniger Arbeit mit ihnen. Eine super Lösung – für alle! 

 

Beerfelder Bio-Hof - Steinhöfel, Brandenburg

Bio-Bauer mit ressourcenschonender Selbstverständlichkeit

Aufgewachsen auf dem elterlichen Demeterhof in Niedersachsen, beeindruckten ihn als Kind erst die Maschinen, dann die Tiere. Heute liebt er das Gesamtpaket das den Beruf eines Landwirts ausmacht. Denn „einen so abwechslungsreichen Arbeitsalltag findet man doch sonst in keinem Job.“ sagt Johann.

Auf unsere Frage warum er Bio-Bauer ist und nicht konventionelle Landwirtschaft betreibt, überlegt er kurz. „Ehrlich gesagt, die Frage hab ich mir nie gestellt. Meiner Meinung nach ist der ganzheitliche Ansatz beim Ökolandbau wegen seiner Ressourceneffizienz der einzig zukunftsträchtige. Für mich hat das was mit Logik zu tun.“ sagt Johann. Damit meint er die bäuerliche Kreislaufwirtschaft: Es werden keine Ressourcen verschwendet sondern in Kreisläufen immer wieder neu verwertet.

Deswegen hält Johann auch Rinder und nicht Schweine oder Geflügel. Denn Rinder futtern zum Beispiel Klee, der für die Bodenfruchtbarkeit als Zwischenfrucht angebaut wird jedoch für den Menschen nicht verwertbar ist. Und der Mist der nach einer ordentlichen Kleemahlzeit wieder aus den Tieren rauskommt, ist Gold wert für den ökologischen Anbau. Denn der wird im Frühjahr und Herbst als Dünger für den Acker genutzt und gibt den Boden die nötigen Nährstoffe zurück. Und so schließt sich die Kreislaufwirtschaft.

Ressourcenschonend ist auch seine neuste „Erfindung“. Hinter den Scheunen steht eine U-förmige Wand aus Strohballen. Das ist Johanns Alternative zu den alten LPG-Rinderstallungen. „Die Tiere brauchen nur etwas Windschatten, Regen und Schnee machen ihnen auch im Winter nichts aus.“ sagt er.

Da die schweren Tiere im Winter mit ihren Klauen den aufgeweichten Boden zu sehr strapazieren, kommen sie oft in den matschigen Monaten in den Stall. Auf Tiefstreu zwischen den Strohballenwänden jedoch können sie nun ganzjährig draußen stehen. Tiefstreu bedeutet, dass der Stall nicht zwischendurch ausgemistet wird, sondern regelmäßig viel frisches Stroh über das alte gestreut wird. Wenn die Rinder im Frühling wieder auf der Weide sind, kann der Mist dann auf die Felder. Super Idee. Das hofeigene Stroh kostet Johann erstmal nichts und ist außerdem absolut umweltfreundlich – und die Tiere haben es so besser als im alten Stallgebäude. 

Johann und MeinekleineFarm

Mit dem Beerfelder Hof haben wir einen weiteren Bauern für das neue BeWurstsein gewinnen können. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Johann Gerdes und sind uns sicher, dass wir mit ihm noch viele spannende Geschichten zu den Tieren und dem Hof erleben werden. Als nächstes kommen dann Fotos von verschneiten Rindern, umrahmt von Stroballenwänden. MUH!

 

 



Alle Hof-Infos noch mal ganz kurz im Bauernsteckbrief.

Bauer

Beerfelder Hof, Bauer Johann Gerdes

Tiere

Mastfärsen (etwa 30 Tiere) : "Uckermärker" (Fleckvieh, teilweise genetisch hornlose als auch mit Hörnern mit Charolais gekreuzt)

Mutterkuhherde (sieben Tiere plus die zukünftigen rund 17 Tiere von Hof Apfeltraum): Fleckvieh und Gelbvieh (alte Doppelnutzungsrasse für Fleisch als auch Milch) und Deutsche Schwarzbunte ohne Holstein-Friesian-Anteil (alte Doppelnutzungsrasse für Milch und Fleisch) 

Haltung


Die Rinder sind auf der Weide. In den Wintermonaten kommen sie – kurz vor Weihnachten – in den Stall. So kann der Mist gesammelt werden und im Frühjahr/Herbst auf die Felder zum Düngen gebracht werden. In diesem Jahr will Johann sie ganzjährig draußen halten. Auf der Weide können sie jedoch nicht bleiben, bei Matschwetter leidet das Gras unter den schwergewichtigen Tieren.

Futter

Die Rinder grasen auf den Weiden vom Beerferlder Bio-Hof. Sollte das zum Ende des Sommers nicht mehr reichen, füttert Johann zusätzliches Futter wie Kleesilage, Heu, Futtersilage aus Roggen und Zwischenfruchtaufwüchsen. Das Futter kommt zu 100 Prozent aus hofeigener Produktion.

Bio?    


Ja. Seit 2006 ist der Betrieb auf Naturland umgestellt. Johann hat bereits seinen Teilbetreib auf Demeter umgestellt und will nach der Übernahme von Martin Suhr gesamten Hof auf Demeter umstellen.

Metzger


Landschlachterei Ludger Rave und Lutz Lehman (20 und 17 Kilometer vom Acker), Bio-Metzgerei Gut Hirschaue, (rund 40 Kilometer von der Schlachterei entfernt)

Fleisch & Wurst

Rind: Frischfleisch, Rohwurst, Schinken, Pastrami und Bratwurst sowie Wurst im Glas

 

 

 

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