Weniger Fleisch, mehr Respekt im Nachhaltigen Warenkorb

Wie kann man seinen täglichen Konsum nachhaltig gestalten? Der von der Bundesregierung berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gibt Anregungen und Faustregeln für Konsumentscheidungen. In seinem Nachhaltigen Warenkorb geht es um so ziemlich alles, für das wir Geld ausgeben. Zum Beispiel Elektronik, Wohnen, Reisen, Mode und natürlich: Essen und Trinken. In der Kategorie "Weniger Fleisch" schafft es MeinekleineFarm.org als einziges Projekt in den Nachhaltigen Warenkorb.

Der Lebensmittelkonsum macht einen großen Anteil unseres CO2-Fußabdruckes aus und beeinflusst Umwelt, Tiere und unsere Gesundheit. Weniger Fleisch, mehr Bio-Produkte aus regionaler Erzeugung, Mehrwegverpackungen – das ist nicht neu.

Doch der Nachhaltige Warenkorb geht differenziert an die Thematik heran. Sich ganz aufs Bio-Siegel verlassen reicht nicht: Eine regionale Bio-Tomate aus dem Treibhaus kann eine 15-mal schlechtere C02-Bilanz vorweisen als eine spanische Freilandtomate. Auf Saisonalität achten!

 

Auch Siegel werden vom Nachhaltigen Warenkorb unter ökologischen und sozialen Standards unter die Lupe genommen. Dabei zeigt sich: Zwar erfüllen im Lebensmittelbereich die gängigen Bio-Siegel (EU-Bio, Naturland, Biopark, Bioland, Demeter, Gäa) ein Mindestmaß an Transparenz und Glaubwürdigkeit, doch Standard-Kriterien für Nachhaltigkeitssiegel gibt es nicht. Und es gibt Produzenten, die sich aus guten Gründen nicht zertifizieren lassen.

Das bloße Siegel (oder seine Abwesenheit auf einem Produkt) sagt also nicht unbedingt sehr viel über Transparenz und Glaubwürdigkeit aus. Diese müssen vielmehr jenseits von Siegeln hergestellt werden. Auch dafür setzen wir uns bei MeinekleineFarm.org ein. Deshalb zeichnet uns der Rat für Nachhaltige Entwicklung als einziges „Werkstatt N“-Projekt in der Rubrik Weniger Fleisch aus. Hast Du MeinekleineFarm.org im Warenkorb, hast Du einen nachhaltigen Warenkorb!

PS: Bei Fleisch empfiehlt der Warenkorb übrigens 12-14 Kilo pro Kopf und Jahr – also nur ein Sechstel des heutigen Durchschnittsverbrauchs von ca. 88 Kilo. Und wenn, dann Bio-Fleisch und Bio-Wurst aus Freilandhaltung und regionaler Herstellung. Das Schöne bei Steaks, Schinken und Braten: anders als Tomaten haben die immer Saison, oink!

 

Foto: http://nachhaltiger-warenkorb.de/#!/pin/start/essen-und-trinken/weniger-fleisch

Grafik: http://nachhaltiger-warenkorb.de/#!/pin/start/essen-und-trinken/hauptsache-bio


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