Schwein 193

Schwein Nr. 193 ist eines der meist fotografierten Tiere vom Hof Trina Mück mit klangvollem Namen Störtebeker. Am 19.6.2013 geboren und eines der „Kuckucksferkel“. Was damit gemeint ist? Lest selbst:

Mutter „Bärbel“ ferkelte draußen im Unterstand, in dem sie zuvor eine beeindruckende Wurfgrube ausgehoben hatte! Die Ferkel kamen ruck zuck und ich nicht an sie heran! Denn kaum näherte sich Bettina dem Muttertier sprang „Bärbel“ auf und nicht nur der Haifisch trägt seine Zähne im Gesicht. Wenn eine ferkelführende Sau wütend ist, ist sie nicht zu Kompromissen jeglicher Art bereit. Somit blieb sie vorerst draußen in der Hoffnung sie würde sich beruhigen. Tat sie aber nicht, brachte alle mit ihrem Verhalten in Gefahr. Sie sprang nach wie vor hektisch auf, beim Hinlegen knickte sie nicht mit den Vorderbeinen ein und rutschte langsam vorwärts-seitwärts. Sie fiel einfach um! Zwei ihrer Söhne trat sie auf den Schwanz, blieb stehen. Die Ferkel quieckten, die Mutter wußte nicht warum. Somit standen die Ferkel am zweiten Tag am Rand des Kessels und trauten sich nicht an ihre Mutter heran. 

Nun kam der Kescher zum Einsatz! Die List ersetzte den Zwang! Ein Ferkel nach dem Anderen wurde „gekescht“! Gemischt mit Sau 'Phinchens' Nachwuchs merkten die Lütten schnell, das diese neue Mutter ganz ruhig und fürsorglich zu ihnen ist. Alles gut.

Eines dieser „Kuckucksferkel“ fiel von Beginn an durch seine deutliche, tief schwarze Scheckung auf. Dazu in „fleischbetontem“ Edelschweintyp. Diese Typeinschätzung bestätigte es im Laufe der nachfolgenden Monate. Die männlichen Ferkel erhalten alle einen Namen mit „S“, dem Anfangsbuchstaben des Vaters. 

So lief dieser Bursche eines Tages an Bettina vorbei und da sagte sie: „Du siehst aus wie ne`bunte Kuh“. Was hat ne`bunte Kuh jetzt mit „S“ zu tun? Nix. Aber von „der Bunten Kuh“ bis zum Störtebeker ist es weniger als ein Katzensprung!“ Das er diesen ebenfalls gut fand zeigte sich darin, dass wenn man Stör-te-be-ker rief, er sofort angerannt kam.


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